Das Unternehmen Fahrzeugbau Artur Diebler, abgekürzt ADI oder auch Adi-Moped, wurde im Jahr 1948 in Berlin-Neukölln gegründet. In den unmittelbaren Nachkriegsjahren begann die Firma mit der
Produktion einfach konstruierter Lastendreiräder für städtische Lieferaufgaben. Die Wahl des Markennamens „ADI“ geht auf die Initialen des Gründers Artur Diebler zurück. Während der gesamten Existenz
– bis zur Betriebseinstellung im Jahr 1956 – gehörte ADI zu den zahlreichen kleineren Werkstätten der deutschen Zweirad- und Nutzfahrzeuglandschaft, die in der wirtschaftlichen Aufbruchszeit
unmittelbar nach dem Krieg innovative Nischenideen verwirklichten.
Zu den technischen Basislösungen der frühen ADI-Dreiräder gehörten Zentralrohrrahmen mit Einzelradaufhängung sowie Kettenantrieb über ein Einzelvorderrad. Bereits in den ersten Jahren versuchte das
Unternehmen, den sich verändernden Marktbedürfnissen gerecht zu werden: Neben den ursprünglichen Lieferdreirädern plante man früh ein speziell auf Versehrte zugeschnittenes Fahrzeug und
experimentierte ab 1954 – im Zuge des Moped-Booms – mit Zweirädern, insbesondere Mopeds und Hilfsmotorfahrrädern.
Das Produktionsende 1956 markiert damit auch das typische Schicksal vieler kleiner Hersteller der Zeit: Trotz anerkennenswerter Konstruktionen konnte sich ADI mit seinen Modellen – vor allem im
Segment der Lastendreiräder – aufgrund zunehmender Konkurrenz und wachsender Serienproduktion bei größeren Herstellern nicht behaupten.
TYP/MODELL ----- FARBNAME
Export Moped Ilo (54-56) ----- Schwarz, Graumet., Blau
Luxus Moped Sachs (54-56) ----- Creme, Blau
Lastenmoped (56) ----- Schwarz, Gelb
Lieferdreirad (48-56) ----- Gelb, Schwarz, Blau
Versehrtenfahrzeug (50-51) ----- Beige
Fahrrad Himo (54) ----- Silber, Dunkelgrau, Blau